Am Mitgliederanlass im November führte uns Martin Moser durch die rekordverdächtige Welt der RhB. Als Projektleiter durfte er den spektakulären Weltrekordversuch des längsten Schmalspurzuges der Welt begleiten. Die grösste Meterspurbahn der Schweiz trägt seit ihrer Entstehung wesentlich zur touristischen Entwicklung des Kantons Graubünden bei. Neben der atemberaubenden Bündner Landschaft begeistert die RhB seit jeher aber auch selbst durch ihre spektakuläre Streckenführung.
Während die Corona-Pandemie viele Menschen vermehrt in die Natur zog, stellte sie die Bahnunternehmen vor neue Herausforderungen. Auch die RhB musste sich der Frage stellen, wie sie die Menschen nach der Pandemie wieder für das Bahnfahren gewinnen könnte. Wie liesse sich die Strahlkraft der Eisenbahn und die ingenieurtechnische Meisterleistung der UNESCO-Weltkulturerbe-Strecke besser hervorheben als mit dem längsten Schmalspurzug der Welt?
Die Umsetzung einer solchen Idee umfasste jedoch weit mehr als das einfache Zusammenkuppeln einzelner Züge. So musste während des Weltrekordversuchs das ÖV-Angebot im Kanton Graubünden weiterhin gewährleistet bleiben. Auch die Sicherstellung einer durchgängigen Kommunikationsverbindung sowie das Verbinden der Bremssysteme der verschiedenen Zuggruppen stellten das Projektteam vor komplexe Herausforderungen.
Am Ende zahlte sich der grosse Einsatz aus: Der Weltrekordversuch gelang, und die mit Helikoptern aufwändig produzierten Aufnahmen gingen um die Welt. Über eine Milliarde Menschen sahen, wie sich der aus 100 Wagen bestehende Zug durch das berühmte Eisenbahnkarussell bei Bergün und über das Landwasserviadukt schlängelte. Wir gratulieren!
Im Anschluss liessen die Teilnehmenden den Abend beim Winterthurer Weihnachtsmarkt gemütlich mit Glühwein ausklingen.
Text: Raphael Baumann









